Museum Europäischer Kulturen
Das Kulturforum präsentiert sich derzeit als ein unvollendeter, fragmentarisierter und räumlich unbefriedigender Bereich im Berliner Stadtbild. Der Entwurf geht daher von einigen Veränderungen im Forumsgebiet aus:
Der Zugang zum Kunstgewerbemuseum erfolgt an dessen Ostseite, ebenerdig vom Kulturforum aus.
Die Neue Nationalgalerie erhält auf der ihr im Westen gegenüberliegenden Brachfläche einen Erweiterungsbau, der von einem auf Forumsniveau gelegenen Platz südlich des Kupferstichkabinetts erschlossen wird.
Von diesem Platz werden auch Gemäldegalerie und Kupferstichkabinett erschlossen.
Der Neubau des MEK positioniert sich auf dem durch den Abriss der Piazetta frei werdenden Platz und gruppiert sich in eine Reihe aus vier Solitären, bestehend aus Kunstgewerbemuseum, MEK, Kupferstichkabinett und dem Erweiterungsbau der Nationalgalerie, die sich selbstständig zum Forum hin adressieren.
Die Repräsentation eines Museums für europäische Kulturen als Entwurfsaufgabe unterscheidet sich deutlich von der eines „neutralen“ Ausstellungsgebäudes wie zum Beispiel einer Gemäldegalerie.
Die auszustellenden Objekte variieren nicht nur in Größe und Gewicht, sondern auch in Thematik und Platzanspruch.
Die Bandbreite des Museums europäischer Kulturen reicht von einer Zahnbürste über Gemälde bis hin zu Großobjekten wie einer venezianischer Gondel oder einem überdimensioniertem Weinfass.
Die Idee dieses Entwurfes ist, nicht einfach diese Objekte auszustellen, sondern den Vorgang des Erfahrens dieser Gegenstände in Architektur umzusetzen, und diesen Prozess zum Kulturforum hin zu präsentieren.
Der Weg des Besuchers durch das Museum wird zum Thema des Entwurfes und in ein einziges Band aus Beton umgesetzt das durch das Gebäude leitet und gleichzeitig das Gebäude formt.
Es beginnt mit dem Betreten des Besuchers und schafft Räume unterschiedlichster Qualität, vom 3m hohen Büroraum bis hin zum einem 18m hohen Ausstellungsraum.
The Kulturforum these days is an unfinished, fragmented and spacial dissatisfying area in the townscape of Berlin. This design is therefore based on some changes in the area of the forum:
The Entrance to the Kunstgewerbemuseum is from it’s eastern side at groundlevel.
An Annex to The Neue Nationalgalerie is built on it’s adjacent western side, which is to be entered from a new square south of the Kupferstichkabinett.
The new building of the MEK is located on the former position of the piazetta, which is to be demolished.
The new MEK will be part in a group of four solitaires consisting of Kunstgewerbemuseum, MEK, Kupferstichkabinett, and the Annex to the Nationalgalerie, which adresses the Kulturforum.
The representation of a museum for european culture as a design task is significantly different from designing a „neutral“ exhibition building like an art gallery for example.
The exhibits vary not only in size and weight, but also in themes and their demands in space. The bandwith of a museum for european culture ranges from toothbrushes to paintings, a venetian gondola and even a gigantic oversized winebarrel.
The idea of this design is not to just exhibit these objects but to transform into architecture the process which these objects create in the visitor when experiencing them and to represent this process onto the Kulturforum.
The path of the visitor through the building becomes the main theme of the design and is transformed into a single strip of concrete which leads through the building and at the same time forms the building.
It begins with the entering of the visitor and creates spaces of varying character, from a 10 ft high office room to a 60ft high exhibition space.